Vernissage Gitta Pauschenwein

Eröffnung 11. März 2016, 18 Uhr Kunst(T)raum

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Ich bin am 30.9.1024 in Klagenfurt geboren. „Wie hat alles mit der Malerei begonnen“ Als Kind hatte ich nicht mal Farbstifte, aber einen Tintenbleistift, mit dem ich alles bemalte, was mir unterkam. Der Vater schimpfte mit mir und dann habe ich einfach unterhalb die Fensterbank bemalt. Ich habe erst wirklich zu malen begonnen, als ich in Pension ging. Zwar habe ich vorher schon gemalt, aber erst Prof. Egon Wucherer zeigte mir den Weg – ein sehr strenger, aber toller Lehrmeister. Er ließ uns keine Freiheiten durchgehen, hat uns nie malen lassen, nur zeichnen, Bleistift- und vor allem Kohlezeichnungen, erst dann, nach langer Zeit, durften wir malen. Heute bin ich froh, dass ich das alles mit ihm durchgemacht habe und ich bin nun bereits 32 Jahre Mitglied der Kärntner Malergilde, die von Karl Truppe gegründet wurde. Bei der Malergilde habe ich viele Freunde gefunden. Ich würde auch heute noch gerne hingehen, aber es geht nicht mehr, weil mein Mann mich braucht.

Später lernte ich den Maler Ernst Zeriauk kennen, und durfte mit ihm in die Natur gehen; damals mit Dr. Kristöfl, Prim. Heibein und Prim. Wiltschnig – 1 x pro Woche sind wir ins Freie gegangen, um zu malen; wir haben viel gesehen und gelernt. Es war meine schönste Zeit. Ursprünglich habe ich nicht die Malerei angestrebt, sondern war einfach handwerklich geschickt, habe getöpfert, emailliert, gebatikt. Als Kindergärtnerin und Horterzieherin habe ich auch mit den Kindern sehr viel Handwerkliches gemacht, wie z. B. Manschettenknöpfe für die Väter emailliert; für die Mütter haben wir einen Schal gebatikt. Ich bin damals viel zu Ausstellungen gegangen, habe aber nie den Mut gehabt, selbst zu malen zu beginnen. In der VHS habe ich einen Malkurs für Anfänger belegt, der von der Bildstockmalerin Josefine Kreuzer geleitet wurde. Am Ende des Kurses sagte sie zu mir: „ Sie sollten weitermachen“. Das war der springende Punkt für mich weiter zu malen. Ich bin viel zu ihr in ihr Haus nach Keutschach gefahren. Ihr Mann war evangelischer Regligionslehrer und sagte zur mir: „ Brigitte, was für eine Gottes Gnade, dass du malen kannst“. Ich habe viel im Freien gemalt u.a.: Akte (die Figur), Portrait, Stillleben, abstrakte Malerei. Wenn ich jetzt die Ruhe habe, möchte ich mich vom Gegenständlichen ein bisschen entfernen. Die Idee dahinter ist die Freiheit, das malen zu können, wozu ich Lust habe; jetzt interessiert mich der abstrakte Weg, weil ich Luft habe und frei bin. Danke an meinem Mann, dass er mir immer die Zeit zum Malen gegönnt hat.

Ausstellungen:
Stadthaus Klagenfurt, Stift Eberndorf, Ferlacher Rathaus, Abteilung für Nuklearmedizin – Klinikum Klagenfurt; alleine wenig, aber mit der Kärntner Malergilde gemeinsam recht viel.

„Wohin soll dein Weg hinführen?“
Am Ende ist man nie, weil ich bin nie zufrieden…..sehr selbstkritisch. Wenn einem ein Bild, das man gemalt hat, gleich gefällt, dann kommt man nie weiter. Ich bin eine Zweiflerin. Die Malerei war und ist mein Leben, es hat mich so gefesselt, dass ich nicht mehr loskomme.